2019

2019

Ich nehme dich mit durch mein aufregendes Jahr. Mit anderen Familien sind wir in dieses Jahr gestartet. Unsere Kinder waren mit die Jüngsten und so war es für sie zum Teil schwierig, mit den anderen in Kontakt zu kommen. Das schönste war für sie das Tanzen am Silvesterabend an dem gerade die Große mit anderen Mädchen sich auch zu ihr bekannter Musik bewegen konnte.

Leckere Pralinen in der Jugendherberge Montabaur

Ansonsten durften wir zu den Sternen reisen und lernen, dass es keine zweite Erde in greifbarer Nähe gibt.

Und da es neben einer zweiten Erde auch kein zweites Leben gibt, habe ich mich für eine Veränderung in meiner Arbeitsweise entschieden. Doch so ganz ohne unterstützung wollte ich diesen Weg nicht wagen. So habe ich mich für das Mama goes Business Programm von Lena Busch entschieden.

Bedürfnisorientierung sollte nicht nur im Umgang mit meinen Kindern gelten, sondern auch im Umgang mit mir selbst. Wie kann ich Familie und Arbeit miteinander so verbinden, dass es mir damit gut geht? Wie kann ich meinem Bedüfnis nach Arbeiten nachgehen und für meine Kinder da sein?

Zeit mal nur für mich ist ein wichtiges Gut

Ein weiteres Bedürfnis war und ist es für mich, mich mit anderen Familien zu vernetzen und so haben wir an einem Familienwochenende teilgenommen. Auch hier waren unsere mit einem und drei Jahren die jünsten Kinder. Ist das Interesse bei Familien mit jüngeren Kindern nicht so groß oder sind diese Familien so belastet, dass sie nicht über den Tellerrand schauen können?

Dabei tut es mir so gut, in den Austausch zu kommen mit anderen und zu sehen, wie andere Familien ihren Alltag gestalten.

Der Sommer mit viel Eis, Sonnenschein und Wasser folgte. Die Kinder lieben es mit Wasser zu plantschen und so war fast jeden Tag das Plantschbecken der erste Anlaufpunkt.

Plantschen im Marktbrunnen hat auch mal Abkühlung gebracht.

So war das halbe Jahr auch schon fast um und ich musste mir Gedanken machen, wie die Eingewöhnung der Kleinen in die Kita laufen soll. Eine aufregende Zeit und für mich mit viel Unsicherheit verbunden, die dann in Sicherheit und Zuversicht enden durfte, im Vertrauen darauf, dass meine Kleine zeigen wird, wenn etwas ist, was ihr nicht gut tut. An anderer Stelle mehr dazu, wieso ich ein Jahr zuvor die Eingewöhnung bei der Tagesmutter abgebrochen habe und mich für ein weiteres Jahr Elternzeit entschieden habe, was meinem Arbeitgeber schwer gefallen ist.

Die Eingewöhnung ist gut gelaufen und meine Kleine fühlt sich dort gut aufgehoben. Auch mein Arbeitsstart war gut.

Eine neue Stufe der Vereinbahrkeit und Unvereinbahrkeit ist bei uns eingezogen und nochmal mehr der Wunsch nach bedürfnisorientiertem Arbeiten. Mit meiner Teilselbstständigkeit kann ich das phasenweise Leben. Es bringt noch kein Geld in mein Portemonai und es macht mir Freude. Ich merke, ich bin auf dem richtigen Weg. Ich darf so arbeiten, wie es zu mir und unserem Leben passt.

In meinem angestellten Leben sah und sieht das noch etwas anders aus. Es ist wichtig, dass ich zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten sein musste. Ich arbeite gern und wünsche mir, dass sich da durch zusätzliche Möglichkeiten mehr Freiheit bietet.

Kurz vor dem Start der Febub

Der November war weiter geprägt von Neuem, so bin ich nach 4 Jahren das erste Mal gleich zwei Mal alleine über Nacht weg gewesen. Zuerst in Essen bei der Febub. Was für ein Abenteuer und was für eine Erfahrung. Ich darf mich trauen, ich darf auch für mich wieder Freiheit einfordern. Ich darf in die bedürfnisorientierte Blase abtauchen und mein bestes im Umgang mit meinen Kindern und mir geben.

Mein Zweites alleinige übernachten war zwei Wochen später zum Live Treffen von Mama Goes Business. So schön, die Menschen in der Realität zu treffen, die mir schon online ans Herz gewachsen sind. Online und Offline sind so nah beieinander, auch wenn mehrere hundert Kilometer zwischen uns liegen.

Für mich war dieses Wochenende auch in anderer Hinsicht ein wichtiger Schritt. Ich habe mich gezeigt, habe mein Business konkretisiert und mich getraut das Laut auszusprechen, was eh schon als Idee in meinem Kopf war.

Mich auf die Begleitung von schwangeren Frauen zu spezialisieren, die in ihrer Geschichte sexuelle Gewalt Erfahrung gemacht haben.

Für alle Frauen finde ich es wichtig, sich mit ihrer Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett auseinander zu setzen. Zu prüfen, was gut tut und was für einen guten Bindungsaufbau wichtig ist. Doch gerade für Frauen, die wissen, dass sie durch Situationen getriggert werden ist es essentiell sich damit auseinander zu setzen, dass Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ebenfalls Möglichkeiten bereithält, dass diese triggern können.

So soll das Jahr 2020 Frauen in den Blick nehmen, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Sie aufklären, was für Möglichkeiten in einer besonderen Zeit bestehen, damit Geburt nicht retraumatisierend wirkt, sondern ein Aspekt, der heilend und stärkend ist.

Durch die Aufklärung und Begleitung möchte ich mit Familie rundherum einen Baustein bieten transgenerationales Trauma zu stoppen, so dass jedes Kind die Möglichkeit hat mit eigenem leeren Rucksack ins Leben zu starten und nicht mit dem seiner Mutter.

2020 wird so einiges bereithalten: Das Jahr und das Jahrzehnt. Neue Schritte wollen gegangen werden. Neue Wege gesehen. Es wird sich zeigen, wohin mich dieses Jahr führen wird und was ich erleben darf. Ich freue mich und bin aufgeregt.

Wo möchtest du 2020 stehen?

Was soll dir 2020 bringen?

Entscheidung zur Schwangerschaft

Entscheidung zur Schwangerschaft

Ein Gastartikel von Marc von Einzigartig gemeinsam.

Eine der wichtigsten Fragen, die Du vermutlich öfters zu hören bekommst und die Du Dir auch immer wieder stellen solltest, ist „Wie stellst Du Dir denn Deine Zukunft vor?“. Und wenn Du zwischen Mitte 20 und Mitte 30 bist, kommt dabei unausweichlich das Thema Familie auf. Möchtest Du Kinder?

Offen darüber sprechen, ob sie denn nun Kinder möchten oder nicht, wollen die wenigsten. Oder wenn dann nur mit der besten Freundin bzw. dem besten Freund. Und natürlich mit dem Partner. Auseinandersetzen muss sich aber jeder von beiden mit der Frage. Unabhängig voneinander. Aber was genau willst Du eigentlich? Und sollte Dein Partner das Gleiche wollen (müssen) wie Du?

Nun, die Menschen sind unterschiedlich. Das ist längst bekannt. In welcher Art, ist dann doch nicht so offenkundig. Und so unterschiedlich wie die Menschen sind auch die Gründe für eine Schwangerschaft. Beziehungsweise die Herangehensweise.

Denn wenn Du eher auf Deinen Kopf hörst (wir sprechen hier von der Farbe blau), und Du das Thema eher nüchtern und rational betrachtet, ist ein Kind enorm wichtig für die Zukunft. Deine Zukunft. Schließlich ist dann jemand da, der sich im hohen Alter um Dich kümmern kann. Jemand, der Deinen Namen weitertragen kann, damit er nicht verschwindet. Eben so etwas, was man umgangssprachlich als Stammhalter bezeichnet. Aber wer möchte über ein so wunderbares Thema wie Kinder-kriegen so rational in der Öffentlichkeit damit umgehen? Meistens kommt das beim Partner gar nicht gut an. Vor allem, weil da mehr sein muss. Mehr als nur Fakten. Denn, wenn Du nur die Fakten betrachtest, dürftest Du niemals Kinder bekommen. Mit Kind hast Du mehr Verantwortung, weniger Schlaf, weniger Geld zur Verfügung, weniger Zeit für Dich und weniger Zeit mit Deinem Partner… die Liste ist endlos. Und wenn Du das Ganze mit einem Kind durchgemacht hast, dann nochmal eins???

Ganz genau! Es gibt (zum Glück) auch die Art von Menschen, die eher mit dem Herzen bzw. den Emotionen an so ein Thema herangehen (diese Menschen bezeichnen wir als gelb). Wenn Du auf Dein Inneres hörst, spielen die oben aufgezählten Themen eher eine untergeordnete Rolle für Dich. Für Dich kommt eine Art Sehnsucht nach etwas unbekanntem auf. Du möchtest Dich in dem anderen (kleinen) Mensch selber neu entdecken. Du möchtest an der Entwicklung wachsen und wie die Kinder im Hier und Jetzt sein. Du möchtest die besonderen Glücksmomente kennenlernen und sie spüren, von denen Du Dir möglichst viele wünscht. Du möchtest ein wenig mehr Liebe in die Welt geben.

Vermutlich wirst Du schon gemerkt haben, dass es sich bei den blauen „Kopf-Menschen“ eher um Männer, bei den emotionalen (gelben) Menschen eher um Frauen handelt. Hier soll jedoch kein falsches Bild entstehen. Diese Unterscheidung ist nicht geschlechtsspezifisch, vor allem in Deutschland aber sehr auffällig verteilt. Hauptursache dafür ist die konditionierte Anpassung, die uns unser Leben begleitet und an der wir ebenso lange zu knabbern haben. Diese konditionierte Anpassung ist es, die uns in bestimmte Muster zwängt, die uns oftmals nicht so entscheiden lassen wie wir es eigentlich gerne würden. Und dann kommt es zum inneren (meist unbemerkten) Konflikt.

Die Entscheidung für ein Kind bedeutet rational gesehen Stress – enthält jedoch emotional gesehen einen immensen Glücksfaktor. Unabhängig von Eurer Entscheidung zu diesem Thema ist es von großer Bedeutung, dass ihr Euch bewusst dafür oder dagegen entscheidet. Zudem solltest Du im Voraus mit Deinem Partner wertneutral über all diese Themen sprechen. Denn dann seid ihr Euch später auch bewusst, wieso der jeweils andere ein Kind wollte und woher der ggfs. andere Umgang mit bestimmten Themen kommt.

Seid ihr dann zu der Entscheidung für eine Schwangerschaft gekommen, beginnen automatisch neue Ideen und Gedanken zu kreisen. Auch die sehen wieder völlig unterschiedlich aus.

Als Frau wirst Du schon auf dem Weg durch das Haus oder die Wohnung sein und Dir vorstellen wie später alles aussieht. Du malst Dir die Bilder in Deinem Kopf aus. Immer und immer wieder. Du fängst an, genauer auf Dein Körper zu achten. Insgesamt hast Du ein intensives Gefühlsleben. Genau das macht gelb aus. Gefühlsintensive Menschen, die ihre Emotionen gerne leben. Sie sind zukunftsgerichtet und meist kreativ. Alleine, dass Du Dir Bilder in Deinem Kopf ausmalst zeigt eine gewisse Kreativität (Vorstellungskraft), wie die Zukunft aussehen könnte.

Als Mann dagegen sieht Deine Welt deutlich anders aus. Blau eben. Sachlich, nüchtern. Zahlen- Fakten-, Datenorientiert. Du hängst eher in der Vergangenheit (Zahlen, Fakten und Daten sind vergangen). Und Du liebst Pläne – zumindest, wenn Du das Gefühl hast, sie wären „berechenbar“. Von daher wundert es nicht, dass Du Dir als Erstes eine Liste aus dem Internet heruntergeladen hast, auf der all die Dinge aufgelistet sind, die man so braucht. Außerdem bist Du bist Du der Frage nachgegangen ob Euer Auto für den Kindersitz groß genug ist und Du hast Testberichte der neuesten Kinderwagengeneration durchgearbeitet.

So unterschiedlich und übertrieben es auch klingen mag – nichts davon ist besser oder schlechter. Beide Partner sind einfach nur anders! Wäre es dabei nicht schön, zu wissen welche Bedürfnisse Dein Partner und vielleicht noch wichtiger welche Bedürfnisse Du hast? Die Welt des Anderen zu sehen und zu verstehen? Die Möglichkeit den Partner für das zu sehen was er/sie ist und damit eine offene Kommunikation zu erreichen ist grenzenlos. Denn dann darf jeder so sein wie er ist und ihr seid trotzdem einzigartig – gemeinsam!

Ich bin Marc, Trainer für gehin-gerechtes Arbeiten und Mitgründer von Einzigartig Gemeinsam. Wir beschäftigen uns mit Kommunikation auf Augenhöhe – den Anderen sehen. Dazu ein kleines Beispiel: Du nimmst Dir jetzt vor, für den restlichen verbleibenden Tag die beste Mutter, der tollste Vater, der liebste Partner zu sein. Aber kommt nur ein falsches Wort, explodierst Du. An dieser Stelle kommen wir. Wir geben Dir in unserem Blog auf Facebook oder Instagram und diversen Coachings eine Struktur für die komplexe Welt der Beziehungen und zeigen Dir wieso Menschen tun was sie tun. Und das gibt Dir die Möglichkeit, Deine eigene tiefsinnige Welt und die Deines Gegenübers genauer entdecken.