Ich nehme dich mit durch mein aufregendes Jahr. Mit anderen Familien sind wir in dieses Jahr gestartet. Unsere Kinder waren mit die Jüngsten und so war es für sie zum Teil schwierig, mit den anderen in Kontakt zu kommen. Das schönste war für sie das Tanzen am Silvesterabend an dem gerade die Große mit anderen Mädchen sich auch zu ihr bekannter Musik bewegen konnte.

Leckere Pralinen in der Jugendherberge Montabaur

Ansonsten durften wir zu den Sternen reisen und lernen, dass es keine zweite Erde in greifbarer Nähe gibt.

Und da es neben einer zweiten Erde auch kein zweites Leben gibt, habe ich mich für eine Veränderung in meiner Arbeitsweise entschieden. Doch so ganz ohne unterstützung wollte ich diesen Weg nicht wagen. So habe ich mich für das Mama goes Business Programm von Lena Busch entschieden.

Bedürfnisorientierung sollte nicht nur im Umgang mit meinen Kindern gelten, sondern auch im Umgang mit mir selbst. Wie kann ich Familie und Arbeit miteinander so verbinden, dass es mir damit gut geht? Wie kann ich meinem Bedüfnis nach Arbeiten nachgehen und für meine Kinder da sein?

Zeit mal nur für mich ist ein wichtiges Gut

Ein weiteres Bedürfnis war und ist es für mich, mich mit anderen Familien zu vernetzen und so haben wir an einem Familienwochenende teilgenommen. Auch hier waren unsere mit einem und drei Jahren die jünsten Kinder. Ist das Interesse bei Familien mit jüngeren Kindern nicht so groß oder sind diese Familien so belastet, dass sie nicht über den Tellerrand schauen können?

Dabei tut es mir so gut, in den Austausch zu kommen mit anderen und zu sehen, wie andere Familien ihren Alltag gestalten.

Der Sommer mit viel Eis, Sonnenschein und Wasser folgte. Die Kinder lieben es mit Wasser zu plantschen und so war fast jeden Tag das Plantschbecken der erste Anlaufpunkt.

Plantschen im Marktbrunnen hat auch mal Abkühlung gebracht.

So war das halbe Jahr auch schon fast um und ich musste mir Gedanken machen, wie die Eingewöhnung der Kleinen in die Kita laufen soll. Eine aufregende Zeit und für mich mit viel Unsicherheit verbunden, die dann in Sicherheit und Zuversicht enden durfte, im Vertrauen darauf, dass meine Kleine zeigen wird, wenn etwas ist, was ihr nicht gut tut. An anderer Stelle mehr dazu, wieso ich ein Jahr zuvor die Eingewöhnung bei der Tagesmutter abgebrochen habe und mich für ein weiteres Jahr Elternzeit entschieden habe, was meinem Arbeitgeber schwer gefallen ist.

Die Eingewöhnung ist gut gelaufen und meine Kleine fühlt sich dort gut aufgehoben. Auch mein Arbeitsstart war gut.

Eine neue Stufe der Vereinbahrkeit und Unvereinbahrkeit ist bei uns eingezogen und nochmal mehr der Wunsch nach bedürfnisorientiertem Arbeiten. Mit meiner Teilselbstständigkeit kann ich das phasenweise Leben. Es bringt noch kein Geld in mein Portemonai und es macht mir Freude. Ich merke, ich bin auf dem richtigen Weg. Ich darf so arbeiten, wie es zu mir und unserem Leben passt.

In meinem angestellten Leben sah und sieht das noch etwas anders aus. Es ist wichtig, dass ich zu bestimmten Zeiten an bestimmten Orten sein musste. Ich arbeite gern und wünsche mir, dass sich da durch zusätzliche Möglichkeiten mehr Freiheit bietet.

Kurz vor dem Start der Febub

Der November war weiter geprägt von Neuem, so bin ich nach 4 Jahren das erste Mal gleich zwei Mal alleine über Nacht weg gewesen. Zuerst in Essen bei der Febub. Was für ein Abenteuer und was für eine Erfahrung. Ich darf mich trauen, ich darf auch für mich wieder Freiheit einfordern. Ich darf in die bedürfnisorientierte Blase abtauchen und mein bestes im Umgang mit meinen Kindern und mir geben.

Mein Zweites alleinige übernachten war zwei Wochen später zum Live Treffen von Mama Goes Business. So schön, die Menschen in der Realität zu treffen, die mir schon online ans Herz gewachsen sind. Online und Offline sind so nah beieinander, auch wenn mehrere hundert Kilometer zwischen uns liegen.

Für mich war dieses Wochenende auch in anderer Hinsicht ein wichtiger Schritt. Ich habe mich gezeigt, habe mein Business konkretisiert und mich getraut das Laut auszusprechen, was eh schon als Idee in meinem Kopf war.

Mich auf die Begleitung von schwangeren Frauen zu spezialisieren, die in ihrer Geschichte sexuelle Gewalt Erfahrung gemacht haben.

Für alle Frauen finde ich es wichtig, sich mit ihrer Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett auseinander zu setzen. Zu prüfen, was gut tut und was für einen guten Bindungsaufbau wichtig ist. Doch gerade für Frauen, die wissen, dass sie durch Situationen getriggert werden ist es essentiell sich damit auseinander zu setzen, dass Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett ebenfalls Möglichkeiten bereithält, dass diese triggern können.

So soll das Jahr 2020 Frauen in den Blick nehmen, die sexuelle Gewalt erlebt haben. Sie aufklären, was für Möglichkeiten in einer besonderen Zeit bestehen, damit Geburt nicht retraumatisierend wirkt, sondern ein Aspekt, der heilend und stärkend ist.

Durch die Aufklärung und Begleitung möchte ich mit Familie rundherum einen Baustein bieten transgenerationales Trauma zu stoppen, so dass jedes Kind die Möglichkeit hat mit eigenem leeren Rucksack ins Leben zu starten und nicht mit dem seiner Mutter.

2020 wird so einiges bereithalten: Das Jahr und das Jahrzehnt. Neue Schritte wollen gegangen werden. Neue Wege gesehen. Es wird sich zeigen, wohin mich dieses Jahr führen wird und was ich erleben darf. Ich freue mich und bin aufgeregt.

Wo möchtest du 2020 stehen?

Was soll dir 2020 bringen?